Ausstellungsansicht von „collective maze“ in der ehemaligen Halle der PLATFORM, 2021, Foto ©Toby Binder

Projektraum platform

PLATFORM ist ein vielseitiges Qualifizierungsprojekt der Stadt München für Bildende Künstler*innen und Kulturschaffende.

Im Fokus steht die praxisnahe Vermittlung von Kompetenzen im Kulturmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung zeitgenössischer Kunst- und Kulturprojekte. PLATFORM versteht sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes als Plattform: für Austausch, Experimente, Professionalisierung und neue Impulse innerhalb der Münchner Kunstszene.

PLATFORM organisiert Ausstellungs- und Kulturprojekte, Vorträge, Workshops und Weiterbildungsangebote und bietet jährlich fünf Volontariate im Bereich Kulturmanagement an. Die Volontär*innen entwickeln und realisieren eigenständig Projekte und erhalten dabei umfassende Einblicke in die Arbeitsweisen des Kulturbetriebs. Neben der Möglichkeit von Hospitationen und Auslandsaufenthalten (gefördert durch Erasmus+) schafft sie ein offenes, unterstützendes Umfeld, in dem junge Kulturschaffende ihre Ideen erproben und umsetzen können.

Als nicht-kommerzielles Projekt fungiert PLATFORM als Experimentierfeld, in dem Kreativität, Eigeninitiative und Selbstverantwortung gefördert werden. Offenheit für Prozesse, kritisches Denken und auch das Scheitern gehören dabei selbstverständlich zum Arbeits- und Lernverständnis.

Von der PLATFORM gehen regelmäßig neue Impulse für die lokale und internationale Kunstszene aus, durch Ausstellungen, die aktuelle Diskurse aufgreifen (u. a. Beyond the Spectacle, BeLonging, Salvaging Solidarities), Projekte im öffentlichen Raum wie Kunst Kioske, die Fortbildungsreihe UPDATE, den PERSPEKTIVEN Förderpreis des Kunstclub13 oder das Recherche- und Vernetzungsprojekt Hot Spots of Art zu Münchens unabhängigen Kunsträumen.

Seit 2009 wird die PLATFORM durch das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) des Referats für Arbeit und Wirtschaft gefördert. Trägerin ist die Münchner Arbeit gemeinnützige GmbH.

Um es kurz zusammenzufassen, bietet PLATFORM:

Kompetenzentwicklung und Praxiserfahrung für angehende Kulturmanager*innen im Rahmen der PLATFORM-Volontariate;

Postakademische Weiterbildung durch Seminare und Workshops für Bildende Künstler*innen und Kulturschaffende;

Kunst- und Kulturprojekte, Veranstaltungen und Ausstellungen im eigenen Ausstellungsraum in der Tumblingerstraße sowie in Kooperation mit Partnerinstitutionen in München und darüber hinaus.

Volontariate

Im Fokus der PLATFORM steht insbesondere die Ausbildung junger Kulturmanager*innen und Kurator*innen. Pro Jahr arbeiten fünf Volontär*innen im Rahmen eines „Trainings-on-the-Job” an der Konzeption und Umsetzung von Projekten und Ausstellungen sowie deren Vermittlung und werden durch Fortbildungen auf die kulturelle Arbeit vorbereitet. Sie erhalten die Möglichkeit, ihre während des Hochschulstudiums erlangten Kenntnisse in die Praxis umzusetzen und in direktem Kontakt mit anderen Kulturschaffenden neue Arbeitsfelder zu erschließen und ein eigenständiges berufliches Profil zu erarbeiten. Neben der Arbeit an bestehenden Projekten können die Volontär*innen ein eigenes Projekt vorschlagen und gegebenenfalls umsetzen. Außerdem ist ein Einblick in eine weitere Münchner Kulturinstitution in Form einer Hospitation möglich.

Ab Oktober 2022 nimmt die PLATFORM an dem Programm „Erasmus+“ teil und bietet den Volontär*innen die Möglichkeit eine Lernmobilität von drei bis vier Wochen an einer ausländischen Kulturinstitution zu absolvieren.

Weitere Informationen zu den Volontariaten

 

Weiterbildung

PLATFORM hat verschiedene Fortbildungsangebote. Das wichtigste ist das Programm UPDATE, in dem die PLATFORM gemeinsam mit dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V. praxisnahe Seminare und Workshops für Kulturschaffende anbietet. Ziel ist es, diese in ihrem unternehmerischen Handeln zu fördern und für neue Arbeitsfelder weiterzubilden. Dabei werden unterschiedliche Themenbereiche wie Öffentlichkeitsarbeit, Kunst- und Kulturvermittlung, Finanzierung und rechtliche Fragestellungen sowie Kunst am Bau besetzt. Die Inhalte werden von erfahrenen Expert*innen vermittelt.

Projekte

Die Projekte der PLATFORM zeigen eine breite Vielfalt zeitgenössischer Ausstellungs-, Diskurs- und Vermittlungsformate, die lokale wie internationale Positionen und Themen aufgreifen. Dazu zählen Einzelausstellungen wie pink pong, thematisch dichte Gruppenausstellungen wie Art as a State of Mind, This Body is Mine und re:working archives sowie experimentelle Formate wie die stadtweiten Kunst Kioske im öffentlichen Raum und internationale Auftritte wie der erste Deutsche Pavillon auf der Gwangju Biennale in Südkorea in between water. Ergänzt werden diese durch öffentliche Workshops wie Salvaging Solidarities oder Human-in-the-loop, die Produktion künstlerischer Zines wie im Projekt Müdigkeit, Diskussions- und Vortragreihen sowie partizipative Vermittlungsformate. Darüber hinaus präsentiert PLATFORM den PERSPEKTIVEN Förderpreis für junge Kunst in Zusammenarbeit mit Kunstclub13 e.V. Insgesamt spiegeln die Projekte der PLATFORM Engagement für künstlerischen Austausch, kritische Reflexion und eine vielfältige Ausstellungspraxis wider.