Willkommen bei Platform München.
Der von Ihnen genutzte Browser ist veraltet und möglicherweise unsicher. Laden Sie sich hier einen aktuellen Browser, um die Seite anzuzeigen: browsehappy.com
Menü Menü schliessen

Ausstellung

I WANNA GIVE YOU DEVOTION

Eine Posterausstellung von Philipp Gufler mit dem forum homosexualität münchen e.V.

6. September 4. Oktober 2017

Ort Halle der PLATFORM

Details Details schliessen

Im Zentrum von Philipp Guflers Ausstellung „I wanna give you devotion“ steht die Poster- und Videosammlung des selbstorganisierten Archivs forum homosexualität münchen e.V., in dem der Künstler seit 2013 Mitglied ist.

Zur Ausstellung hat Gufler 29 Künstler*innen und Kollektive eingeladen, die Postersammlung zu befragen, zu erweitern und zu aktualisieren. Diese Weiterschreibungen werden zusammen mit historischen Postern der Sammlung gezeigt, wodurch ein dichtes Geflecht aus aktuellem und historischem Material entsteht. Die Videoarbeit „Schemata #01 (I wanted to give you devotion)“ von Philipp Gufler, Byron Kalomamas und Angela Stiegler spinnt die Verknüpfungen weiter: Archivmaterial trifft auf Youtube-Clips, (Künstler-) Filme von Chantal Akerman, Jean Genet und Pedro Almodóvar auf Popkultur, Gusti vom Ochstengarten auf Britney Spears und Spots der Deutschen AIDS-Hilfe auf Songtexte. Es entsteht ein Archiv der Gefühle, persönlichen Erfahrungen, politischen Kämpfe und des Begehrens, das die Geschichte in die Gegenwart zieht: aktuelle Diskriminierungen und Ausgrenzungen zeigen sich genauso wie das ungestillte Begehren für nicht-normative Lebensformen.

Mit neuen Postern von Muriel Aichberger, Tabea Blumenschein, Virág Bogyó, Johannes Büttner, Cinenova Working Group, Fernando Corona, Stephan Dillemuth, Holger Dreissig, Loretta Fahrenholz, Johannes Fedisch, Philipp Gufler, Richard John Jones, Hammann von Mier, Sands Murray-Wassink, Gyula Muskovics, Leo Heinik, Vera Hofmann, Isaac Julien, Byron Kalomamas, Chris Kraus, Kriwet, Lothringer13_Florida, Anna McCarthy, Mirja Reuter, Paola Revenioti, Barbara Spiller, Angela Stiegler, Raphaela Vogel, Evelyn Taocheng Wang und dem X-Patch Collective.

Zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Künstlerbuch mit Texten von Kerstin Stakemeier und Mitgliedern des Forums. Es erscheint in Zusammenarbeit mit dem Hammann Von Mier Verlag in der Forum-Reihe „Splitter‘‘ (als „Splitter14“), die historische und gesellschaftsgeschichtliche Themen untersucht und historische Persönlichkeiten vorstellt.

Bild: Philipp Gufler

Mit freundlicher Unterstützung von forum homosexulität münchen e.V.  Münchner Regenbogenstiftung  Hannchen-Mehrzweck Stiftung

Vernissage, 6. September → 19 Uhr 
Begrüßung Albert Knoll, Vorstand forum homosexualität münchen e.V.

Kurzfilm-Screening, 20. September → 19 Uhr
Mit „The alphabet of feeling bad“ (2012) von Karin Michalski und „HYPER HYPER ICH-Id.“ (2016) von Iris Borovčnik

Finissage und Filmscreening, 4. Oktober → 19 Uhr 
Mit „Kaliarda“ (2014, 57 Min.) von Paola Revenioti und einer einführenden Lesung von
Gufler aus seinem neuen Künstlerbuch „Indirekte Berührung“.
Im Anschluss legt DJ Problemi auf.

Bildergalerie

Facebook-Event

Ausstellung

DER BAU – „Ich habe den Bau eingerichtet und er scheint wohlgelungen. Von außen ist eigentlich nur […]“

Eine Rauminstallation von Andreas Peiffer

18. Oktober 12. November 2017

Ort Halle der PLATFORM

Details Details schliessen

Für die Halle der PLATFORM, die ehemals industriell genutzt wurde, hat Andreas Peiffer einen raumgreifenden, fünf Tonnen schweren Einbau aus Elementen einer Behelfsbrücke aus Stahl entwickelt. Damit greift der Künstler nicht nur radikal in den Ausstellungsraum ein, sondern ermöglicht durch die Verschiebung der Maßstäbe eine völlig neue Raumwahrnehmung.
Andreas Peiffer demontiert, dekonstruiert und destruiert Objekte bis hin zu ganzen Räumen. Durch diese teilweise brachialen Eingriffe durchbricht er förmlich räumliche Grenzen und gewohnte Raumvorstellungen sowie die damit verbundenen Verhaltensmuster und Erwartungen an Orte und Räume. In seinen ortsspezifischen Arbeiten, in denen massive Materialien aus dem Baugewerbe wie Stahl oder Beton in groß angelegten Objekten und Rauminterventionen zum Einsatz kommen, stellt Peiffer Fragen an die Dynamiken von Größe, Materialität, Gewicht und Prozessen. In seinen Arbeiten finden sich zahlreiche Bezüge zur Kunst und Literatur wie das Fife Days Locker Piece von Chris Burden, eine Performance, in der sich der Künstler fünf Tage lang in einen Spind einsperrte oder Erzählungen von Franz Kafka wie In der Strafkolonie oder Der Bau – so auch im aktuellen Projekt.

Andreas Peiffer hat in diesem Jahr den Preis für junge Kunst des Kunstclub13 e.V. verliehen bekommen. Mit seinem technisch gewagten Ausstellungskonzept überzeugte Peiffer die Jury im April bei der Präsentation der fünf nominierten Positionen.

Der Kunstclub13 e.V. hat dieses Jahr zum sechsten Mal den Förderpreis für junge Kunst in München vergeben – zum vierten Mal in Kooperation mit der PLATFORM.
Der Kunstclub13 e.V. ist ein unabhängiger Club für zeitgenössische Kunst in München, der 2002 hervorgegangen ist aus dem Freundeskreis der Städtischen Kunsthalle München Lothringer13. Sein Anliegen ist es, die Arbeit junger Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen, die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst zu fördern und seinen Mitgliedern ungewohnte Perspektiven auf die Münchner Kunstszene  zu bieten.

Andreas Peiffer (geb. 1982 in Marktheidenfeld) ist ausgebildeter Bildhauer und studierte Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Elisabeth Wagner sowie an der Akademie der Bildenden Künste München bei Julian Rosefeldt und Olaf Metzel, bei dem er Meisterschüler war. 2015 erhielt Andreas Peiffer u.a. den Bayerischen Kunstförderpreis sowie verschiedene In- und Auslandsstipendien. Peiffer ist mit seinen Arbeiten bereits in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen gewesen u.a. in Bremen, Detroit, Hamburg, Kiel, London und München.

Vernissage, 18. Oktober → 19 UHR

Finissage & Filmscreening, 12. November → 11 UHR

Mit dem Kurzfilmprogramm SCHICHTENDE zusammengestellt von den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen

Imposante Architekturen, rationalisierte Arbeitsprozesse und soziale Strukturen treten in diesem Programm ebenso in den Fokus wie Umweltaspekte und das Industriesterben.
Im Mittelpunkt stehen zwei Dokumentarfilme: RUHRURBIA thematisiert den Strukturwandel im Ruhrgebiet heute und zeigt das alte und neue Ruhrgebiet nebeneinander. In SCHICHT stehen Salzgitter und verschiedene Ausprägungen seiner Industriegeschichte im Zentrum. SCHICHT hat 2015 auf den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen den Deutschen Wettbewerb gewonnen.

Coal Spell | Fluch der Kohle | Xun Sun | VRC 2008 | DVD | Farbe | ohne Sprache | 8′

Ruhrurbia | Rainer Komers | DEU 2015 | DVD | Farbe | ohne Sprache | 30′

Anhalter | Daniel Höpfner | DEU 2007 | DVD | Farbe | deuOF engUT | 12′

Der Holzmenschbauer | Kathrin Jäger | DEU 2006 | DVD | s/w | deuOF | 10′

Der Investor | Katharina Duve/Ted Gaier/Timo Schierhorn | DEU 2014 | DVD | Farbe | deuOF | 4′

Schicht | Alex Gerbaulet | DEU 2015 | DVD | Farbe+s/w | deuOF engUT | 28′