Künstlerische Positionierung in Zeiten der Follower-Kultur: Theorie und Praxis

Dieser ganztägige Workshop besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil analysiert Wolfgang Ullrich in einem Vortrag, wie Social Media – insbesondere Instagram – die Bezugsgrößen der Kunstwelt verändert haben. Follower sind zu einer relevanten neuen Größe geworden, die immer häufiger anstelle von Kurator*innen, Sammler*innen und Galerien darüber entscheiden, welche Kunst sichtbar wird und Anerkennung findet. Bildende Kunst ist damit nicht länger nur eine Sache der Hochkultur. Zudem verliert sie ihre Trennschärfe gegenüber Bereichen wie Mode, Design und Aktivismus. An etlichen Beispielen wird nachvollzogen, wie Künstler*innen mit ihrem Social-Media-Auftritt Karriere machen können. Dabei sollen sowohl die Möglichkeiten als auch die Risiken aufgezeigt werden, die sich ergeben, wenn Kunst ‚instagramable‘ wird.

Im zweiten Teil sind die teilnehmenden Künstler*innen dazu eingeladen, mit Wolfgang Ullrich in Austausch zu treten und ihre eigenen Accounts und Social Media-Strategien zur Diskussion zu stellen.


Referent*innen

Prof. Dr. Wolfgang Ullrich lebt - nach Stationen in München und Karlsruhe - seit 2015 in Leipzig. Er arbeitet als Kulturwissenschaftler und freier Autor. Seine Forschungsgebiete umfassen die Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, bildsoziologische Themen sowie Konsumtheorie. Zusammen mit Annekathrin Kohout gibt er die Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ im Verlag Klaus Wagenbach heraus. Jüngste Buchpublikationen: Selfies. Die Rückkehr des öffentlichen Lebens (2019); Feindbild werden. Ein Bericht (2020); Die Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie (2022).

Donnerstag, 9. März 2023, 10:00 – 16:00 Uhr

Online

Referent*innen:
  • Dr. Wolfgang Ullrich

Kosten: 50€ (ermäßigt 30€)


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