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Made in munich: [kon]paper

[kon]paper, Ausgabe #4 Strom, Juli 2017

Aus einer Berlin-München-Freundschaft entsteht 2015 eine Zeitung: das [kon]paper.
Zweimal im Jahr versammelt ein Redaktionsteam aus Student_innen und Absolvent_innen der allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft „kluge Gedichte, spannende Kurzgeschichten, wissenschaftliche Essays und journalistischen Kritiken“ rund um ein einziges Wort.
Nach #1 SEX, #2 VERFALL und #3 SPIEL hat das [kon]team soeben seine vierte Ausgabe, #4 STROM, herausgebracht.
Nachdem uns Pia bei der Lesung GEGENKULTUR mit ihrem Beitrag Love – vom buchstäblichen Hunger, die Zeitung (buchstäblich) schmackhaft gemacht hat, wollten wir mehr über [kon]paper und seine Macher_innen erfahren:

1. Seit wann gibt es das [kon] paper und was war eure Motivation es zu gründen?
In unserem Umfeld gibt bzw. gab es so viele Schreibende, deren großartige Texte nur in eigenen oder fremden Schubladen verschwunden sind – das wollten wir ändern und haben 2015 [kon] als Plattform gegründet, bei der jeder schreiben und sich ausprobieren kann.

2. Was ist euer Konzept?
Unser [kɔn]zept: Man nehme ein einziges Wort, drei Bereiche des Schreibens, eine komplett offene Ausschreibung – und heraus kommt ein Magazin, das unterhaltsam die Grenzräume von Schreiben und Form, Schrift und Visualität und der Sprache selbst hinterfragt.

3. Warum [kon]?
‚kon‘ ist ein lateinisches Präfix, das soviel wie ‚zusammen‘ bzw. ‚miteinander‘ heißt – es passt also prima zu unserem vernetzenden Ansatz. Zudem steht ‚kon‘ nie allein: mit ihm lassen sich lauter wunderbare Worte wie ‚Kontext‘, ‚Konklusion‘ oder ‚Konsortium‘ bilden, was nicht nur perfekt zu den immer neuen Stichworten passt, sondern auch Unmengen an [kon]struktiven Wortspielen ermöglicht.

4. Wo in München lässt sich am besten (Zeitung) lesen?
Wie in jeder Stadt: in Gärten, Bibliotheken, Zügen und Toiletten.

5. Woher nehmt ihr das Thema für die nächste Ausgabe?
Das wird natürlich herausgelesen aus dem Bodensatz der gemeinschaftlich geleerten Weinflasche!

6. Mit wem würdet ihr für das Magazin gerne einmal zusammen arbeiten?
Wir versuchen, für jede Ausgabe eine Kooperation mit Nicht-Schreibenden auf die Beine zu stellen, die das Thema noch aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet – ob mit Posterdesigner_innen oder Musiker_innen, wir sind offen für viele Schnittstellen und gespannt, was sich für die nächsten Themen ergibt.

7. Was war der bisher ungewöhnlichste Beitrag bei euren Call for Papers?
Ungewöhnliches ist genau das, was wir wollen!

8. Was unterscheidet das [kon]paper von anderen Münchner Magazinen?
Das Zeitungspapier und der explizit erwünschte Austausch zwischen journalistischem, poetischem und wissenschaftlichem Schreiben unter einem einzigen Stichwort.

9. Zeitung analog, aus Papier – braucht es das überhaupt noch?
Print ist not dead! Wir wollen, dass die Zeitungen auseinandergenommen und Artikel ausgeschnitten werden und dass man uns zufällig entdecken kann. Deswegen legen wir unsere Zeitung manchmal auch an besonderen Orten in München einfach gratis aus.

10. Was inspiriert euch zum Schreiben?
Als Redaktion schreiben wir nicht, wir inspirieren nur! (Hier bitte zwinkerndes Katzengif einsetzen)

11. Gibt es eine Münchner Autorin/einen Münchner Autor (Künstler_in, Dichter_in), der bzw. die euch besonders beeindruckt?
Spätestens seit unserer Spiel-Ausgabe sind wir alle Bibiana-Beglau-begeistert. Aber natürlich hat jeder von uns seine eigenen Münchner Helden und Heldinnen.

12. Ein Gedicht über München, welche 3 Schlagwörter müsste es enthalten?
Ladenöffnungszeiten – Philoma – Bretzelluftmatratzen

Elisa Purschke: Ressortleiterin Feuilleton – studiert AVL im Master
Pia Lobodzinski: Herausgabe – gerade mit dem Master in AVL fertig geworden
Julia Hell: Herausgabe – selbstständige Grafikdesignerin (http://julia-hell.com/)

Julia Hell, das Redaktionsteam

Geschrieben am 02.08.2017 von Mira Sacher
Themenbereich(e): Blog, Made in Munich
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